Garten

Bevor ich Bildhauer war, war ich Gartenbauingenieur. Genau genommen bin ich es immer noch geblieben. Über Jahrzehnte habe ich Gärten geplant, gebaut, gepflegt – Bachläufe, Natursteinmauern, Pflasterflächen. Schon dort zeigte sich, was mich bis heute umtreibt: wie Material und Form zueinander finden.

Mein Stil

Als Kind habe ich immer schon Steine gesammelt, von jeder Bergtour und jeder Reise. Da war der Schritt nicht groß, mich als selbständiger GaLa- Bauer für Natursteine zu begeistern.

Was gibt es denn für Material, wo kommen sie her, welche Farben gibt es. Ganz praxisnah natürlich auch die Frage wo kann ich sie günstig beziehen und welche Besonderheiten gibt es bei Verlegung und Einbau. Rasch wurde ich dabei zum Spezialisten.

Was dazukam, war meine Art der Verlegung und Kombination von Steinen unterschiedlichster Herkunft.

In Kombination mit der Gesamtgestaltung, und besonders der Verwendung von Pflanzen ( ganz speziell von Stauden ) habe ich Unikate geschaffen die gut nachgefragt waren.

Meine Leistungen

Was heute anders ist: Ich leite keinen Betrieb mehr, habe kein Team, keine Baustellenlogistik für große Neuanlagen. Was ich anbiete, ist kleiner geworden, aber nicht beliebiger.

  • Betreuung und Weiterentwicklung bestehender Gärten und Schaugärten
  • Konzeptionelle Beratung und Planskizzen, auch für Neuanlagen (Beratung und Konzept, die Ausführung übernehmen andere)
  • Schnittarbeiten
  • Wege, Pflasterdetails, kleinere Natursteinarbeiten und Sanierungen – auf Wunsch auch mit individuellem Muster
  • Pflanzung, inklusive Sicht- und Strukturpflanzungen

Honorar: 65 € / Stunde, zzgl. Anfahrt nach Entfernung.

Seit 2021 bin ich in Schleswig-Holstein, rund um Barmstedt für Sie da.

Projektbeispiele aus meiner Zeit in Bayern

Klare Linien für eine japanische Kundin aus Eching

Ausgangslage: Bei diesem Garten kam die Kundin aus Japan. Es war eine Neuanlage auf kleiner Fläche.

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Idee & Haltung: Als Hommage habe ich versucht, mich in diese Kultur einzufühlen und einzudenken – nicht etwas nachzumachen. So entstand ein strenges Konzept mit klarer Linie, harten Kanten und rechten Winkeln.
Umsetzung: Durch rechteckige Klinkerplatten in kleinem und großem Format habe ich Raum erzeugt, der gar nicht vorhanden war. Den entfernten, aber von Terrasse und Wohnzimmer aus sichtbaren kleinen Sitzplatz habe ich im gleichen Stil gestaltet, nur mit den kleinen Platten – er wirkte dadurch optisch weiter entfernt, als er tatsächlich war. Bei der Bepflanzung habe ich nur wenige Pflanzenarten verwendet, dafür aber flächig.
Wirkung: Der Garten wirkte ruhig und größer, als die Fläche tatsächlich war.

Umsetzung nach Plan einer Gartenarchitektin in Freising

Ausgangslage: Es gab einen Quellstein, einen Bachlauf und Teich

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Umsetzung: Am Haus entstand eine Terrasse aus Naturstein in Weiß, Grün und Blau. Die Steine kamen aus einem Hochtal in Österreich, wo der Stein je nach Höhenlage eine andere Farbe hat. Von der Steinterrasse führten ein paar Stufen zu einem Holzdeck mit Edelstahlgeländer, das zum Teil über dem Bachlauf gebaut war. Besonders spektakulär: Ein großer Granitfindling von 3,5 Tonnen, unten abgeschnitten und gebohrt, musste auf den Dübel eines Betonfundaments gesetzt werden – ebenso zwei sehr große Bambus in ihre Pflanzlöcher. Sowohl der Findling als auch die Bambus kamen per Autokran über das Hausdach; per Walkie-Talkie dirigierte ich den Kranfahrer.

Garten für indianisch-schamanische Zwecke

Ausgangslage: Die Kundin dieses Gartens wollte für indianisch-schamanische Zwecke einen Raum haben. Der Standort in Niederbayern war nicht allzu weit von den Granitsteinbrüchen des Bayerischen Walds entfernt.

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Idee & Haltung: So fuhr ich mit dem Kundenehepaar in einen mir bekannten Steinbruch. Dort entdeckten wir eine große Granitschüssel von ca. 5,5 t, die im Frühling ideal zur Sonne ausgerichtet dalag und schon die Wärme fing. Wir legten uns zu dritt hinein, waren sofort verzaubert und beschlossen, diesen Stein in den Garten zu verfrachten und zu setzen.
Umsetzung: Das gelang nur mittels Tieflader und mit zwei extragroßen Staplern. Ich fügte noch eine Granitkugel natürlichen Ursprungs hinzu und fasste das Ganze mit einem als Kreis gelegten Mäuerchen.
Wirkung: Der fertige Platz war leicht und streng zugleich und wie geschaffen für zeremonielle Zwecke.

Die Büchse der Pandora

Ausgangslage: Nachdem ein sehr schöner Neubau, vom Architekten geplant und umgesetzt, stand, beschloss der Kunde, einen verrohrten Bachlauf zu öffnen, um davon im Garten etwas zu haben. Er öffnete die Büchse der Pandora: Bei Hochwasser lief der Bach zur Haustür hinein und zur Hintertür wieder hinaus. Viele Bekannte und Fachleute versuchten eine Lösung – ohne Erfolg, aber mit viel Verwüstung. Als ich gefragt wurde, sagte ich zu, es zu versuchen.

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Umsetzung: Ich verrohrte den Bachlauf zunächst wieder provisorisch, um überhaupt daran arbeiten zu können – es lief noch genug Wasser, das die Arbeiten erschwerte. Mit Blitzbeton in Müllsäcken habe ich unter Wasser betoniert, um das Ufer erst einmal zu stabilisieren. Es gelang, und danach war es erst möglich, an die Gestaltung mit Findlingen zu gehen. Am Austritt des Baches habe ich ein Tauchbecken für die ganze Familie gebaut, eine Gumpe. Es entstanden Wege, Terrassen, eine Trockenmauer aus Tuff und zwei Brücken über den Bach.

Wirkung: Diesen Garten und die Kunden besuche ich alle paar Jahre, denn es entstand bei diesem Projekt eine enge Beziehung zu Garten und Kunden. Auch nach über 30 Jahren funktioniert alles wie am Anfang. Dank der tollen Pflege der Kundin sieht der Garten wunderbar aus.

Garten in Übersee am Chiemsee

Ausgangslage: Hier sollte ein kleiner Garten für eine Doppelhaushälfte entstehen.Das Haus war gebaut, die schweren Baumaschinen abgezogen.
Die hätte ich aber noch gut gebrauchen können, denn der Boden im Schwemmland der Tiroler Ache bestand aus blauem Lehm, hart wie Beton. Es wuchs dort nur Schachtelhalm und Knöterich. Ich sollte es also ohne Bodenaustausch im großen Stil versuchen. Wie konnte es gelingen hier einen schönen Garten anzulegen?

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Umsetzung: Ich zog mit dem Minibagger – also kleinem Gerät – die oberste Lehmschicht ab und lockerte den verbliebenen Boden tiefgründig auf. Darauf baute ich die Pflanzbeete hügelförmig auf, mit sehr viel Kompost, der sich mit der vorhandenen Schicht verzahnen sollte. Das funktionierte. Es entstanden noch ein Mäuerchen, Wege und ein Sitzplatz. Als Zaun baute ich einen Flechtzaun aus lebenden Weidenruten der Korbweide.

Wirkung: Es entstand ein sonntäglicher Besucherstrom zu meinem Bambuszaun, wie alle ihn nannten. Die spitzovalen Blätter dieser Weidenart wirkten natürlich nur wie Bambus. Auch hier haben die Kunden in wunderbarer Weise Garten und Zaun in meinem Sinn und mit voller Leidenschaft betreut und weiterentwickelt.

Ein Garten, der Aufmerksamkeit braucht, oder eine Idee, die noch keine Form hat? Melden Sie sich.

Manfred Egersdoerfer | manfeg@freenet.de | +49 151 58126256